"Werner Betriebe öffnen sich": Ausbildung in der Firma L.STROETMANN Großverbraucher
(Quelle: Westfälischer Anzeiger vom 10. September 2010)
Seit mehr als 200 Jahren widmet sich die Firma L. STROETMANN dem Handel mit Lebensmitteln – an der Capeller Straße in Werne macht sie das seit 1992 in ganz großem Stil. Das Angebot der hiesigen L. STROETMANN-Niederlassung richtet sich an Großverbraucher und die Gastronomie. Auf 15 000 Quadratmetern bevorratet die Firma „L. STROETMANN Großverbraucher“ 10 000 Artikel aus dem Lebensmittel- und dem Non-Food-Bereich. „Wir wollen unseren Kunden als Vollsortimenter bedienen – und zwar so, dass er sich um nichts kümmern muss“, so Geschäftsbereichsleiter Franz Sindelar. Geboten wird alles, was in (Wein-)Keller und Küche gebraucht wird. Und der Kunde bestimmt, ob zum Beispiel die Paprika als Ganzes, gewürfelt oder in Streifen bei ihm ankommt oder ob die Roulade als großes Stück Oberschale oder fix und fertig gedreht und gefüllt geliefert wird.
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Nach eigener Einschätzung ist L. STROETMANN Großverbraucher der „Schrittmacher unserer Branche“, und Lisa Brandstetter (20 Jahre) schätzt sich glücklich, beim Branchenprimus eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau absolvieren zu können. Am Ende des ersten Lehrjahres hat sie schon eine Menge gelernt. Im Laufe der Ausbildung wird sie alle Abteilungen, vom Telefonverkauf über Buchhaltung bis hin zum Sortimentsmanagement durchlaufen und kennengelernt haben. Drei Jahre dauert die Ausbildung gewöhnlich. Lisa Brandstetter wird ihre Ausbildung verkürzen und nach zweieinhalb Jahren die Lehre abschließen. Ihr war es besonders wichtig, einen Job im Lebensmittelbereich zu haben. „Außerdem ist das Tagesgeschäft sehr spannend. Man bekommt einen ganz anderen Bezug zu Lebensmitteln.“ Den gleichen Weg wie Lisa Brandstetter ist vor ihr auch der 23-Jährige Sebastian Fiedler gegangen. Er hat seine Prüfung Anfang des Jahres nach zweieinhalb Jahren Lehrzeit abgeschlossen und ist nun übernommen worden. Ihn hat als Auszubildenden vor allem das Prinzip der offenen Tür überzeugt. „Die Kollegen waren für Nachfragen stets offen und haben Fachwissen vermittelt“, sagt Fiedler. Dass das nicht die Regel sei, habe sich in der Berufsschule gezeigt. „Hier wird man richtig miteinbezogen“, sagt er. Sowohl Fiedler als auch Brandstetter haben das Gymnasium besucht und mit dem Abitur abgeschlossen. Das muss zwar nicht sein, „ein Fachabi oder die höhere Handelsschule wären aber schon gut“, sagt Sindelar. Vergütet wird die Ausbildung nach Tarif, im ersten Lehrjahr gibt es brutto etwa 650 Euro.




